Donnerstag, 9. Juni 2016

Spieletipp des Monats: Römisch Pokern von Amigo

Wie ihr ja bereits wisst war >AMIGO<  ein äußerst großzügiger Kooperationspartner des Bloggertreffens #Bssst2015. Das letzte Spiel das den Weg zu mir nach Hause gefunden hat trägt den interessanten Namen "Römisch Pokern". Aber allein schon bei dem Wort Römisch, denn es geht um Römische Zahlen, komme ich an meine Grenzen. Somit habe ich meinen lieben Cousin gebeten diesen Test für mich zu übernehmen. Dies hat er sehr gerne übernommen und nun dürft ihr euch an seinem Testbericht erfreuen. Und wie ich finde ist ihm der Bericht sehr gut gelungen.



AMIGO RÖMISCH POKERN

I. Aufmachung
II. Kurzanleitung
III. Spielspaß
IV. Preis/Leistung
V. Fazit

I. Aufmachung
Römisch Pokern kommt in einer von derartigen Spielen bekannten kleinen Schachtel daher. Die sechsseitigen Würfel zeigen je dreimal die römische 1, zweimal die 2 und einmal die 3. Dazu gibt es einen Block, auf dem die Ergebnisse eingetragen und zusammengerechnet werden können. Die Anleitung liest sich angenehm, schafft es in kurzen Worten die Regeln mit Beispielen zu erläutern und zeigt für jene, denen die römische Zählweise unbekannt ist eine Auflistung der erwürfelbaren römischen Zahlen in aufsteigender Reihenfolge – nett! Dass es zwei Anleitungen gibt – eine in deutscher und eine in lateinischer(!) Sprache – ist zwar gut gemeint, in den meisten Fällen aber verständlicherweise überflüssig. Ansonsten ist für das Spielprinzip nicht mehr Aufmachung nötig.
5/5 Punkten

II. Kurzanleitung
Jedem Spieler stehen alle 6 Würfel zur Verfügung. Er darf so lange Würfel nacheinander würfeln, wie aus seinen erwürfelten Augen/Strichen/Zahlen eine gültige(!) römische Zahl gelegt werden kann. Nach drei Würfen könnte beispielsweise eine XIV liegen, was einer 14 entspricht und eine gültige römische Zahl ist. Ziel des Spiels ist es, die Slots auf dem Punktebogen mit aufsteigender Punktzahl zu füllen. Der Spieler darf also auch nach zwei Würfen aufhören, falls er seine XI (11) in den Slot schreiben will, der eine kleinere Zahl als XIV (14) erfordert.
Besonderheiten: Sollte aus den bisherigen Augen keine römische Zahl gelegt werden können, gilt die Runde als Fehlschlag und gibt keine Punkte. Um dies zu verhindern, stehen dem Spieler unterschiedliche Aktionskarten zur Verfügung, mit der sein Würfelergebnis auf unterschiedliche Weise beeinflussen kann. Doch Achtung: In der Endabrechnung kostet jede gesetzte Aktionskarte wertvolle Punkte!

III. Spielspaß
Wir haben bei unserem Test gleich zwei Runden gespielt, da das Spielgeschehen tatsächlich fesselte. Auch Anfänger – oder jene, die sich unsicher sind mit den römischen Zahlen – können sich ohne Zweifel in das Spiel einmischen, nicht zuletzt Dank der einfachen Erklärung und der Übersichtstabelle über alle möglichen Zahlenkonstellationen. Der Charakter des Pokerns besteht hierbei daraus, dass man entscheiden muss, wann man seine Zahl einträgt. Denn jeder weitere Wurf könnte dazu führen, dass die Zahl ungültig wird. Ebenso merkt man den Charakter des Pokerns daran, in welche von den sieben Positionen man seine Zahl einträgt. Wenn ich die zweithöchste Zahl an Stelle 6 schreibe, schaffe ich die höchste Augenzahl wirklich noch, um die 7. Stelle zu füllen?
Mit ein wenig Mathematik und Wahrscheinlichkeitsrechnung fesselt das Spiel schnell, wobei es aber per se weder für Lach-Attacken noch besondere Taktiken sorgt. Denn man kann die Würfe anderer Spieler ja nicht beeinflussen. Man sammelt im Prinzip für sich selbst Punkte und vergleicht schlussendlich, wer am meisten Glück hatte/seine Karten am geschicktesten eingesetzt hat. Das kann ermüden.
3,5/5 Punkten


IV. Preis/Leistung
Das Verhältnis von Preis und Leistung ist der starke Punkt von „Römisch Pokern“. Der Preis von 10€ ist für die Aufmachung des Spiels, die Idee und den Spaß doch sehr angemessen und fair. Auch jene, die sich mit dem Spiel nicht zu 100% sicher sind, fallen bei einer Enttäuschung mit 10€ nicht zu sehr auf die Nase. Dass jemand allerdings komplett von dem Spiel enttäuscht ist, ist schwer vorstellbar.
5/5 Punkten

V. Fazit
Wenn man Kniffel kann, kann man römisch Pokern. Das Prozedere ist das gleiche. Nacheinander versuchen die Spieler mit ein bisschen Planung und Würfelglück ihren Punktebogen möglichst gewinnbringend zu füllen. Der Unterschied: Römische Zahlen statt Augen und das nacheinander Würfeln der Würfel, statt – wie beim großen Bruder – alle auf einmal mit anschließendem Aussortieren.
Auch ansonsten ist Kniffel eine Referenz, kann man es doch in Sachen Spielspaß, Aufmachung und Unterhaltung sehr gut miteinander vergleichen. Durch den ein klein wenig höheren Risikocharakter, der durch das schrittweise Würfeln kommt und dem Spiel seinen Namen gibt, bietet „Römisch Pokern“ eine angenehme Alternative, praktisch ein Kniffel 2.0, unabhängig, ob man in der römischen Welt heimisch ist oder nicht.

Aufmachung:         5/5 Punkten
Spielspaß:         3,5/5 Punkten
Preis/Leistung:    5/5 Punkten

Fazit:            4/5 Punkten



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